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Online-Sicherheit beim Gaming: Was Eltern wissen müssen

Cybermobbing, Fremde im Chat, In-App-Käufe: Die wichtigsten Gefahren beim Online-Gaming und wie ihr eure Kinder schützt.

Gaming Buddy Redaktion2 Min. Lesezeit

Die wichtigsten Risiken beim Online-Gaming

Online-Gaming bedeutet: Euer Kind spielt nicht allein, sondern mit anderen Menschen — und nicht alle davon sind Kinder. Hier sind die häufigsten Risiken:

1. Kontakt mit Fremden

In vielen Online-Spielen gibt es Text- und Voice-Chat. Fremde können euer Kind ansprechen. Das ist nicht automatisch gefährlich, aber ihr solltet wissen, mit wem euer Kind spielt.

Was ihr tun könnt:

  • Chat-Funktionen in den Spieleinstellungen deaktivieren oder einschränken
  • Erklärt eurem Kind: "Gib niemals deinen echten Namen, dein Alter oder deine Adresse preis"
  • Spielt zusammen, um die Chat-Umgebung kennenzulernen

2. Cybermobbing

Leider kommt es in Online-Spielen häufig zu Beleidigungen und Ausgrenzung. Achtet auf Warnsignale:

  • Euer Kind will plötzlich nicht mehr spielen
  • Es wirkt nach dem Spielen traurig oder gereizt
  • Es spricht nicht mehr über das Spiel

Was ihr tun könnt:

  • Schafft eine offene Atmosphäre: "Du kannst mir alles erzählen"
  • Zeigt eurem Kind, wie man Spieler meldet und blockiert
  • Bei ernsten Fällen: Screenshots machen und ggf. Schule informieren

3. In-App-Käufe und Lootboxen

Viele Spiele sind "kostenlos", verdienen aber Geld durch Mikrotransaktionen. Kinder können leicht den Überblick verlieren.

Was ihr tun könnt:

  • Keine Kreditkarte im Spieleaccount hinterlegen
  • Guthabenkarten mit festem Betrag nutzen
  • Über das Geschäftsmodell sprechen: "Das Spiel will, dass du Geld ausgibst"

Kindersicherung einrichten

Nintendo Switch

Kostenlose "Nintendo Switch Elternkontrolle"-App. Spielzeit begrenzen, Online-Kommunikation einschränken, Altersfreigaben setzen.

PlayStation

Familienmanager-Konto erstellen. Altersfreigaben, Ausgabenlimits und Spielzeit-Beschränkungen einrichten.

Xbox / PC (Microsoft)

Microsoft-Familiengruppe nutzen. Bildschirmzeit, App-Limits und Inhaltsfilter einstellen.

Smartphone / Tablet

  • iOS: Bildschirmzeit in den Einstellungen
  • Android: Google Family Link App

Die 3 wichtigsten Regeln

  1. Redet miteinander: Offene Kommunikation ist der beste Schutz
  2. Kennt die Spiele: Spielt selbst oder schaut zu
  3. Vertraut, aber prüft: Gebt Freiheit, bleibt aber im Bild

Anlaufstellen bei Problemen

  • klicksafe.de — EU-Initiative für Online-Sicherheit
  • jugendschutz.net — Jugendschutz im Internet
  • nummergegenkummer.de — Kinder- und Jugendtelefon